Der Tod kann auch was Schönes haben


Foto: Bollermann Grabmale

 

„Der Tod kann auch was Schönes haben“ – Grabmale von Bollermann

„Der Tod kann auch was Schönes haben“ sagt Alexander Parlow zu mir, der Ende letzten Jahres seine Mutter an einem Gehirntumor verloren hat. Zusammen mit seiner Schwester hat er seine Mutter anderthalb Jahre gepflegt und sie auf ihrem letzten Lebensabschnitt begleitet. „Es war eine harte Zeit, aber es gab so viel schöne Momente, so viel Nähe, viele Dinge, die wir noch zusammen machen konnten und viele intensive und schöne Erinnerungen, die bleiben“.

Schöne Erinnerungen, so lautet auch der Zusatztitel von Alexander Parlows Unternehmen, Bollermann Grabmale. Vor einiger Zeit hat Alexander Parlow zusammen mit einem Freund dieses Unternehmen gegründet. Früher war er Geschäftsführer einer Marketingagentur, irgendwann merkte er, dass die Arbeit ihn krank machte und er entschloss sich einen anderen, einen neuen Weg einzuschlagen. Alexander Parlow erinnerte sich daran, dass er vor vielen Jahren nach dem Tod seines Großvaters eine Grabumrandung aus Stahl in Form einer Welle machte. Dabei stellte er fest, dass er zu dem Grab, bei dem er selbst etwas gestalten konnte, einen ganz anderen Bezug hatte.

Das steht heute auch im Mittelpunkt von Bollermann Grabmale. Die Hinterbliebenen sollen die Möglichkeit bekommen ein individuelles Grabmal zu gestalten. Dabei ist es Alexander Parlow wichtig, den Fokus darauf zu legen, was den Verstorbenen Menschen ausgemacht hat, was hat er gerne gemacht, wobei hatte er Freude. Wenn man vor dem Grabmal steht, soll das auch ein Ort sein, an dem man gerne ist, der positiv berührt, an dem auch schöne Erinnerungen an die gemeinsam verbrachten Zeiten wachgerufen werden und der ebenso den einzigartigen Menschen widerspeigelt, der gestorben ist.

Die Grabmale, die aus Stahl sind, können mit Hilfe eines Konfigurators im Internet selbst gestaltet werden und sogar der letzte Schritt des Aufbauens kann völlig autonom ohne fremde Hilfe gemacht werden, wenn das gewünscht wird. Manchmal haben die Hinterbliebenen aber auch eine eigene Idee der Gestaltung, dann ist es selbstverständlich möglich Kontakt aufzunehmen und zusammen den Prozess der Gestaltung zu gehen. Dafür nimmt sich Alexander Parlow viel Zeit, niemand soll gedrängt werden. Er ist da, hört zu und gibt Impulse und Unterstützung. Alexander Parlow ist es wichtig, dass alle Bedürfnisse von anonymer bis gemeinsamer Gestaltung berücksichtigt werden können. „Wir wollen alles bieten, die die wollen, die können und die, die nicht wollen, da sorgen wir uns darum, dass die nicht müssen“.

Die Grabmale sind ortsunabhängig, sie können überall in Deutschland hingeliefert werden, ebenso in die Schweiz und nach Österreich. Besondern Wert legt Alexander Parlow neben Nachhaltigkeit darauf, dass die Produktion regional ist. „Wir haben keine Massenproduktion, wir sind lokal orientiert, ich kann mit allen Akteuren sprechen, kann in die Produktion reingehen, zuschauen und mitlernen. Das hilft uns bei der zukünftigen Konstruktion und Beratung von Hinterbliebenen, dass wir genau wissen, was geht, was nicht.“

Zum Schluss sagt Alexander Parlow zu mir: „Durch den Tod meiner Mutter habe ich selbst erlebt, wie es sich anfühlt, wenn man den Lieblingsmensch verliert. Das ist für meine Arbeit eine wichtige Erfahrung.“

Für seine Mutter wird es auch ein individuell gestaltetes Grabmal geben – in Form einer Feder.

 

Wer mehr über die Grabmale aus Stahl erfahren möchte, findet auf der Website von Bollermann Grabmale viele Informationen.